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Oetz
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Oetz ist eine Gemeinde im Bezirk Imst (Gerichtsbezirk Silz) in Tirol in Österreich mit 2411 Einwohnern (Stand 1. JĂ€nner 2025).

Contents

‱ Geografie
‱ Gliederung
‱ Geschichte
‱ Entwicklung
‱ Ortsname
‱ Piburger See
‱ Verkehr
‱ Politik
‱ Gemeinderat
‱ Wappen
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Geografie

Oetz liegt in einer Weitung im Vorderen Ötztal.cite-ref-1[1] Der Ort, ein Haufendorf, hat durch seine Beckenlage am Fuß des Acherkogels ein besonders mildes Klima, weshalb er wie die Bezirksstadt Imst mitunter „Meran Nordtirols“ genannt wird. Westlich des Hauptortes fließt die Ötztaler Ache.

Gliederung

Die Gemeinde besteht aus den Dörfern Oetz, dem seit LĂ€ngerem damit verwachsenen ÖtzermĂŒhl, sowie den eigenstĂ€ndigen Dörfern Ötzerau, Habichen und Piburg. Weiters gehören zur Gemeinde die Weiler MĂŒhlau und Riedeben, die Rotten Ebene, Schlatt, Schrofen, Seite, Stufenreich und Taxegg, sowie mehrere Einzelhöfe und Almen. Nachbargemeinden sind Haiming, Sautens, Silz und Umhausen.

Nachbargemeinden

Geschichte

Erste Spuren aus der Hallstattzeit weisen darauf hin, dass sich in diesem Gebiet schon vor etwa zweieinhalbtausend Jahren Menschen niedergelassen haben. Am so genannten Kendlschrofen sind Belege aus der Bronzezeit (2200 bis 800 v. Chr.) gefunden worden. SpÀtere Artefakte stammen von einem Brandopferplatz am Schlössle.cite-ref-2[2]

Urkundliche ErwÀhnung

BezĂŒglich der ersten urkundlichen Nennung wurde gelegentlich die Auffassung vertreten, sie habe „Ez“ gelautet. Allerdings bezog sich diese Meinung auf eine – von Joseph von Hormayr vor 1838 – gefĂ€lschten Schenkungsurkunde Herzog Heinrichs des Löwen an das Stift Wilten zu angeblich 1166.cite-ref-3[3]

Heute erinnert an diese irrtĂŒmliche Nennung der Name des Oetzer Gemeindesaals, der seit Mitte der 1990er-Jahre „Ez“ lautet.cite-ref-4[4] Diese Bezeichnung stellt deshalb eine Missinterpretation dar, weil sie aus einem lateinischen Satz stammt und richtig transkribiert „Etz" lauten muss – genau so, wie der Name des Ortes auch heute im Dialekt verwendet wird – und im Mittelhochdeutschen geschrieben wurde.cite-ref-5[5] Eine andere Schreibvariante war „Ecs“. Genau unter diesem Blickwinkel ist auch die aus dem Jahr 1259 stammende Überlieferung „Antiquas locus [super] munitionis fluvio Ez“ ("Die alte Festung [oberhalb] des Flusses „Ötz“) zu sehen. In Meinhard des II. Urbar von 1288, bereits in mittelhochdeutscher Sprache verfasst, scheint der Name dementsprechend als „Etz“ auf.

Entwicklung

Die abgegangene Burg Auenstein befand sich im 12. Jahrhundert in Ötzerau.

Wie das ganze Tal gehörte Oetz zum Gericht Petersberg bei Silz, das Herzog Meinhard II. 1266/67 unter seine Landesherrschaft brachte. „Dingstatt“ (Ort des Gerichtstages) fĂŒr das Tal war in Oetz, weshalb dieses auch nach selbiger Gemeinde benannt wurde.

Wie auch in anderen Orten der Umgebung, spielte der Flachsanbau ab dem 17. Jahrhundert eine große Rolle, bis er Anfang des 20. Jahrhunderts eingestellt wurde.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Oetz immer mehr zu einer Tourismusgemeinde. Bereits 1877 wurde durch den Hotelier und Reichsratsabgeordneten Johann Tobias Haid der erste Verschönerungsverein gegrĂŒndet. Es folgte ein Boom ab Mitte des 20. Jahrhunderts. Seit den 1990er Jahren sind die Betten- und NĂ€chtigungszahlen allerdings wiederum rĂŒcklĂ€ufig. Sie betragen aktuell nur zwei Drittel des Höchstwertes, vor allem, weil sich viele Privatzimmervermieter vom Tourismus abgewandt haben. Die GemeindefĂŒhrung versuchte speziell zwischen 2018 und 2020 mit umstrittenen Investorenmodell-Projekten diesem Schwund entgegenzuwirken.cite-ref-6[6] Nach Widerstand aus der Bevölkerung wurde das 2014 im Gemeinderat abgesegnete Papier zur Freizeitwohnsitzgestaltung 2021 wieder eingestampft.

Ortsname

Der Name der Gemeinde geht auf althochdeutsch etzen ‚abweiden‘ zurĂŒck.cite-ref-7[7] Im Laufe der Labialisierung wandelte sich das „E“ zum „Ö“, analog zum Oberinntaler Tesens (Tösens). In einer Zwischenstufe der Ortsschreibung stand oberhalb des „O“ zweiweise auch ein kleines „e“, zu finden unter anderem in Kirchenmatriken, in denen derart von Oetz zu lesen ist. Allerdings entspricht auch diese Variante eindeutig „Ötz“: Die Schreibweise Oetz hatte lediglich in jener Zeit Bestand, in der sich gerade aus dem Oe der Umlaut Ö entwickelte.cite-ref-8[8] Somit ist „Oetz“ keinesfalls als die historische Schreibweise zu betrachten.

Trotzdem wurde Ende des 19. Jahrhunderts, vornehmlich im Druckwesen, auch die Schreibvariante „Oetz“ verwendet. Zu dieser Zeit konnten allerdings aus technischen GrĂŒnden keine Umlaute dargestellt werden. Deshalb war unter anderem auch von „Oetz im Oetzthale“ zu lesen,cite-ref-9[9] wie etwa in „Ueber Land und Meer“ der Deutschen Verlags-Anstalt.cite-ref-10[10]

Im Jahr 1995 merkte das Tiroler Landesarchiv zur Schreibweise „Oetz“ an: „Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts bĂŒrgerte sich vorĂŒbergehend die sinnstörende Schreibung ‚Oetz‘ ein, die entgegen zahlreicher Expertengutachten noch immer fortbesteht.“cite-ref-11[11]

NamensÀnderung

All dessen ungeachtet beantragte die GemeindefĂŒhrung im Jahr 2014 beim Land Tirol die Änderung der offiziellen Schreibweise von „Ötz“ in „Oetz“.cite-ref-12[12] Die BegrĂŒndung: Es habe sich bei „Oetz“ um die „immer schon verwendete“ Version gehandelt. Dem Antrag wurde stattgegeben, weil jede Gemeinde selbst bestimmen kann, wie sie heißen will, selbst wenn die Schreibweise mit der Tradition und der Sinnhaftigkeit bricht. Allerdings trĂ€gt die eigentliche Katastralgemeinde nach wie vor die ursprĂŒngliche Bezeichnung Ötz.

„Oetz“ stellt in der Region somit eine Ausnahme dar: Sowohl das Ötztal, der Tourismusverband TVB Ötztal als auch andere Ortsnamen wie Ötztal-Bahnhof, KĂŒhtai, Köfels, Sölden und Testimonials wie DJ Ötzi oder auch der Eismann Ötzi werden unter Verwendung von Umlauten geschrieben. Auch Östen kehrte etwa zu seiner ursprĂŒnglichen Form zurĂŒck, obwohl es in der Franziszeischen Landkarte von 1856 als „Oesten“ geschrieben steht.

DafĂŒr gelangte das "Ö" im Jahr 2019 wieder in die bis dahin vorherrschende Schreibweise „Hochoetz“. Dabei blieb allerdings auch das „e“ bestehen, weshalb es zu der fĂŒr Verwirrung und Verwunderung sorgenden Version „Hochöetz“cite-ref-13[13] kam.

Flurnamenkarte

So wie in anderen Tiroler Gemeinden wurden auch in Oetz um das Jahr 2015 viele alte Namen in einem so genannten Flurverzeichnis fĂŒr die Nachwelt festgehalten. Allerdings fĂŒhrte auch dies zu MissverstĂ€ndnissen und unterschiedlichen Schreibweisen, wie etwa bei „Perweg/BĂ€rweg“.cite-ref-14[14] In besagtem Fall beugte sich die Gemeinde Oetz und schloss sich der Schreibweise der Nachbargemeinde Sautens mit „Beerweg“ an.cite-ref-15[15]

Bevölkerungsentwicklung

EinwohnerJahr9001200150018002100240027001860189019201950198020102040EinwohnerEinwohnerentwicklung von Oetzmw-chart-f02aa6be029c309db1f1e6be078e91cc24bb8745721a697245fd29f04ddf49a7f7345df7fbe87ed27a0289fcd17de8db653a8399f88541041c3c84d1e616d34e-zr2963848-c0

Kultur und SehenswĂŒrdigkeiten

Siehe auch:

Liste der denkmalgeschĂŒtzten Objekte in Oetz

‱ Die spĂ€tgotische Pfarrkirche wurde barock erweitert.
‱ Im Ortskern sind historische Gasthöfe teils mit Fassadenmalereien.
‱ Das Turmmuseum erhielt den Museumspreis des Bundeslandes Tirol 2004.

Freizeit und Sport

‱ Oetz ist hĂ€ufig Schauplatz von Kajakmeisterschaften wie der Sick LIne, die auf der Ötztaler Ache stattfindenden.
‱ Die Ötztaler Ache wird kommerziell mit Rafts befahren.
‱ Fahrrad: Oetz ist Startpunkt fĂŒr die – mit dem Fahrrad sehr anspruchsvolle – West-Ost-Überquerung des KĂŒhtaisattels.
‱ Ski alpin: Skigebiet Hochoetz

Piburger See

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der nahe gelegene Piburger See. Der 800 m lange, 250 m breite und bis zu 25 m tiefe See ist das Ergebnis eines Bergsturzes. Das naturbelassene GewĂ€sser stellt den grĂ¶ĂŸten See im Ötztal dar. Er ist mit bis zu 23 °C auch der wĂ€rmste Gebirgssee Tirols.

Der Piburger See ist eines der Ă€ltesten Naturschutzgebiete Tirols. 1929 wurde er zum Naturdenkmal erklĂ€rt. 1983 wurde das Schutzgebiet erweitert, es entstand das heutige Landschaftsschutzgebiet AchstĂŒrze–Piburger See. (Landschaftsschutzgebiete sind Gebiete, die zur Erhaltung der besonderen landschaftlichen Eigenart und Schönheit und des sich daraus ergebenden Erholungswertes unter Schutz gestellt werden. Der Schutz von Tieren und Pflanzen tritt hier in den Hintergrund.) Im FrĂŒhjahr 2004 wurde seitens der Tiroler Landesregierung eine Betreuungsstelle fĂŒr dieses Schutzgebiet eingerichtet. Wesentliche Aufgaben der Gebietsbetreuung sind die Vermittlung der Besonderheiten und der Bedeutung eines Schutzgebietes und damit die Sensibilisierung der Bevölkerung dafĂŒr.

Die urkundlich belegte Geschichte des Sees geht auf das Jahr 1282 zurĂŒck, als Graf Meinhard II. den See als Zugehör des benachbarten Hofs Piburg dem Stift Stams im Oberinntal schenkte. Diese Urkunde stellt eine der vier Ă€ltesten schriftlichen Aufzeichnungen des Landes Tirol dar. 1860 verkaufte das Stift den See an den als „Teufelsschmied“ bekannten Johann Leitner, 1876 kam er in den Besitz der Familie Pfaundler. 1980 kaufte die Gemeinde Oetz den See und ließ die alte Bade- und Bootsanlage erneuern.cite-ref-16[16]

Sage
„Wo dieser Gebirgssee in Ötzthal seine Wellen schlĂ€gt, war vor Zeiten eine schöne Ebene mit einem stolzen Bauernhofe und einer freundlichen Kapelle. Hof und Kapelle sind versunken, weil die dortigen Bewohner den Feiertag nicht heiligten. Sie waren so gottlos, daß sie am hohen Unserfrauentag (15. August) das Heu, das sie am vorigen Tage gemĂ€ht hatten, einfĂŒhrten. Als sie aber mit dem ersten großen Fuder zum Stadel kamen, wich plötzlich der Boden und der ganze Hof versank mit Mann und Maus.“

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Gemeinde ist ein zweisaisonaler Fremdenverkehrsort mit dem Ski- und Wandergebiet Hochoetz. Viele Einwohner pendeln allerdings tĂ€glich zu ihren ArbeitsplĂ€tzen in grĂ¶ĂŸere Orte (Imst, Landeck, Telfs und Innsbruck). Laut VerkehrszĂ€hlung des Landes Tirolcite-ref-17[17] rollten 2019 tĂ€glich rund 14.400 Fahrzeuge, an Spitzentagen sogar ĂŒber 21.000, durch Oetz. Im Vergleich dazu fuhren weniger Fahrzeuge ĂŒber den Fernpass.

Die touristisch besten Zeiten hatte Oetz Ende der 1970er bis Anfang der 1980er Jahre. 1981 wurden am Höhepunkt des Tourismus 398.710 Übernachtungen verzeichnet. Die Übernachtungsstatistik pendelte sich um den Jahrtausendwechsel bei rund einer Viertelmillion ein (2019: 269.589). Die Gemeinde hatte vergeblich versucht, die Anzahl der Übernachtungen wieder erhöhen. Dazu wurde das Skigebiet Hochoetz mehrfach erweitert. Trotz des Entstehens touristischer Großprojekte in nĂ€herer Umgebung wie des Aqua Domes und der Area 47 konnte Oetz nicht wesentlich profitieren.

Zwischen SpĂ€therbst 2018 und FrĂŒhjahr 2019 gab es Diskussionen ĂŒber ein neues Schigebiet im Bereich Feldring/Schafjoch.cite-ref-18[18] Die Projektwerber zogen das Projekt, das bereits zur UVE-PrĂŒfung beim Land eingereicht war, wieder zurĂŒck und starteten einen Dialogprozess. Im Herbst 2020 Ă€ußerte sich der BĂŒrgermeister dazu abschließend in einem Bezirksmedium: „Der kontrovers diskutierte Zusammenschluss der Schigebiete Hochötz und KĂŒhtai ist vom Tisch.“cite-ref-19[19]

Ebenfalls viel Staub wirbelte um dieselbe Zeit ein in Oetz errichtetes Investorenmodell in Form einer Apartmentanlage auf.cite-ref-20[20] 2025 kam es zu einer Volksbefragung ĂŒber ein geplantes Großhotel. Die Abstimmung erbrachte ein beinahe ausgeglichenes Ergebnis. Die BĂŒrgermeisterliste und der Ortsausschuss des TVB hatte sich dafĂŒr ausgesprochen.cite-ref-21[21]

Bis zur Fusion der OrtsverbĂ€nde des Tales stellte der Tourismusverband Oetz eine eigene Institution dar. Deren letzte ObmĂ€nner waren Hans Röck und Kurt Fischer. Der gemeinsame Talverband Ötztal Tourismus stand anfangs unter dem Motto „Ein Band, das verbindet“ und zeigte neben einem bunten Streifen lediglich den einheitlichen Schriftzug „Ötztal“. Bald wurden auf dem Band aber auch die Logos von Sölden und Obergurgl platziert. Hinweise auf andere Talgemeinden fehlen seitdem. Nach einer kurzen Übergangsperiode mit Anton Haid als Ortsausschussobmann steht seit 2018 Roland Haslwanter an der Spitze. Der Unternehmer fungiert auch als Gemeinderat und ist im Aufsichtsrat der Bergbahnen tĂ€tig.

Verkehr

Weil die stark frequentierte Ötztalstraße mitten durch den Ort verlĂ€uft, regte sich Widerstand in der Bevölkerung. Erstmals öffentlich gemacht hat das Thema im Jahr 2015 Bernhard Stecher mit seinem Blog dynamoetz.at, der zur Lösung eine Umfahrung mit gleichzeitiger Umgestaltung des Ortskerns zu einer verkehrsberuhigten Zone anregte. In der darauffolgenden Wahlwerbung sprach die BĂŒrgerliste (14 von 15 Mandaten) davon, dass eine Umfahrung „fĂŒr uns jedenfalls keine Lösung ist“. Im MĂ€rz 2019 Ă€ußerte der BĂŒrgermeister Hansjörg Falkner in einem ORF-Interview, Oetz habe „kein Verkehrsproblem“. In einem Postwurf und einer Pressekonferenz der GemeindefĂŒhrung vom November 2020 wurde eine mögliche Umfahrung allerdings als „alternativlos“ bezeichnet.cite-ref-22[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Die dabei skizzierte Begegnungszone entsprach exakt der Idee aus dem Jahr 2015. Laut weiterer AnkĂŒndigung sollten im Herbst 2021 „Varianten fĂŒr eine Ortsumfahrung vorgelegt“ werden.cite-ref-25[25] Dies geschah im FrĂŒhsommer 2022: PrĂ€sentiert wurden drei oberirdische Varianten auf der SĂŒdwestseite des Talkessels und zwei Tunnellösungen im Nordosten. Als weitere Vorgangsweise kĂŒndigte Bgm. Falkner „eine Einigung rechtzeitig vor den Tiroler Landtagswahlen“ (25. September 2022) ancite-ref-26[26]cite-ref-27[27], weil sich "hier ein gĂŒnstiges Verhandlungsfenster öffnen" wĂŒrde. Weiters sprach der Obmann des Planungsverbandes davon, dass „bereits an PlĂ€nen fĂŒr eine Bahn durch das Ötztal gearbeitet“ werden wĂŒrde. Von diesem Ansinnen wusste allerdings der Tourismusverband Ötztal nichts und prĂ€sentierte die Idee in sozialen Medien als Faschingsscherz.cite-ref-28[28] Außer der Installation eines kurzzeitigen Arbeitskreises ("Die Umfahrung soll wenig FlĂ€che verbrauchen") tat sich die folgenden vier Jahre nichts. Die Opposition vermutet daher eine "wahltaktische Aufschiebung des Themas" und verlangte, dass "zumindest beim Land deponiert wĂŒrde, dass die Bevölkerung sich eine Tunnelumfahrung wĂŒnschen wĂŒrde". Diese Vorgangsweise lehnte der BĂŒrgermeister ab.

Verkehrszahlen 2022

Durchschnittlicher Tagesverkehr: 14.088 Kfz/24h

GrĂ¶ĂŸter Tagesverkehr (05.03.): 20.256 Kfz/24h

GrĂ¶ĂŸter Stundenwert (26.02./10-11 h): 1.716 Kfz/h

Politik

Gemeinderat

Zwischen 2004 und 2010 gab es in Oetz eine Einheitsliste, de facto auch zwischen 2020 und 2022, nachdem sich die 1-Mandatar-Opposition (AfÖ; SPÖ) aufgelöst hatte.

Aktuell werden in den Gemeinderat 15 Mandatare gewÀhlt.

| Partei | 2022 [ 29 ] | 2022 [ 29 ] | 2022 [ 29 ] | 2016 [ 30 ] | 2016 [ 30 ] | 2016 [ 30 ] |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Partei | Prozent | Stimmen | Mandatare | % | Stimmen | Mandatare |
| Die Oetzer BĂŒrgerliste mit BĂŒrgermeister Hansjörg Falkner (TEAMOETZ; ÖVP) | 67,38 | 818 | 10 | 90,27 | 1123 | 14 |
| Oetzer Zukunft (OEZ; parteifrei) | 32,62 | 396 | 5 | | | |
| Alternative fĂŒr Ötz (AfÖ; SPÖ) | | | | 9,73 | 121 | 1 |

Im September 2022 vermutete die wiedererstarkte Opposition korruptes Verhalten des ÖVP-BĂŒrgermeisters. Dessen Replik: „Wenn mir Machtmissbrauch nachgewiesen werden kann, bitte ich, das zu tun.“cite-ref-31[31]

BĂŒrgermeister

Bis zum Jahr 1849 gab es so genannte Vorsteher oder Ortsvorsteher. Die ersten, namentlich bekannten, in Oetz waren: BartlmĂ€ Morherr, gestorben 1858; er war 44 Jahre lang Lehrer und Organist. Sein Sohn Alois Morherr wird im Traubuch der Pfarre ebenfalls als Ortsvorsteher gefĂŒhrt, auch er war Organist und Lehrer.

Weitere BĂŒrgermeister: Franz Alois JĂ€ger (1890–1908); Heinrich Schöpf (1908–1911); Alois Neurauter (1911–1915); Nikolaus JĂ€ger (1916–1922); Jakob Kuen (1922–1938); Kurt Schwemberger, Paul Hantinger, Klaus Plattner (diese drei waren wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges als Dorfverantwortliche eingesetzt); Franz Grießer (ĂŒbergab 1945 an die Besatzung); Alois Schmid (1945–1950); Walter Gritsch (1950–1986); Joachim Grießer (1986–2004); Hansjörg Falkner (seit 2004).cite-ref-32[32]cite-ref-0-29-1[29]

Wappen

Der Gemeinde wurde 1951 folgendes Wappen verliehen: In einem geteilten Schild oben in silbernem Feld zwei grĂŒne KleeblĂ€tter auf unterem grĂŒnen Feld. Im Schildfuß blauer See.

Die KleeblĂ€tter stammen aus dem Wappen des im Mittelalter reich begĂŒterten Klosters Frauenchiemsee und weisen auf die Landwirtschaft hin. Das blaue GewĂ€sser steht fĂŒr den Piburgersee, der heute eine wichtige Funktion fĂŒr den Fremdenverkehr hat.cite-ref-33[33]

Söhne und Töchter der Gemeinde

‱ Kassian Haid (1879–1949), Abt der Abtei Mehrerau und Generalabt der Zisterzienser
‱ Bruno Griesser (1889–1965), Mönch der Abtei Mehrerau, Zisterzienser und Kirchenhistoriker
‱ Rudolf Klotz (1921–1986), österreichischer Heimatforscher und Schriftsteller
‱ Adolf Trientl (1817–1897), Priester und Landwirtschaftsberater
‱ Hans JĂ€ger (1937–2012), Galerist und Sammler, BegrĂŒnder des Turmmuseums und des dazugehörigen -vereines
‱ Dora Czell (* 1947), KĂŒnstlerin und PĂ€dagogin

Literatur

‱ Geschichtskunde des Ötztales (= Schlern-Schriften 229). UniversitĂ€tsverlag Wagner, Innsbruck 1963.
‱ Eduard Widmoser: Oetz – Geschichte und Gegenwart. AnlĂ€sslich der 1977 stattgefundenen Hundertjahrfeier des Fremdenverkehrs in Oetz. Eigenverlag der Gemeinde, Oetz 1978.

Weblinks

Commons

: Oetz

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikivoyage: Oetz

– ReisefĂŒhrer

‱ 70214 – Oetz. Gemeindedaten der Statistik Austria
‱ Seite der Gemeinde Oetz
‱ Turmmuseum Oetz
‱ Oetz. In: geschichte-tirol.com, Datenbank des Vereines „fontes historiae – Quellen der Geschichte“.

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Überörtliche Raumordnung (PDF 1 MB) auf tirol.gv.at, 22. September 2000, abgerufen am 17. Juli 2025.
cite-note-22. ↑ Bernhard Stecher: völium zweane. bp10, Ötz 2023, ISBN 978-3-200-09103-0, S. 52.
cite-note-33. ↑ Martin Bitschnau, Hannes Obermair: Tiroler Urkundenbuch, II. Abteilung: Die Urkunden zur Geschichte des Inn-, Eisack- und Pustertals. Bd. 2: 1140–1200. UniversitĂ€tsverlag Wagner, Innsbruck 2012, ISBN 978-3-7030-0485-8, S. 184–185 Nr. 625 (mit ausfĂŒhrlichen Bemerkungen).
cite-note-44. ↑ Bernhard Stecher: Die Sache mit dem sĂ€chlichen Gemeindesaal, in: wöll, töll, völl – Mythos Ötztal, bp10.at, 2017. Hrsg.: Bernhard Stecher. Oetz, ISBN 978-3-200-05132-4.
cite-note-55. ↑ Bernhard Stecher: völium zweane. 1. Auflage. www.bp10.at, Oetz 2023, ISBN 978-3-200-09103-0, S. 45.
cite-note-66. ↑ Max Strozzi: Wohngebiet in Oetz muss Investorenmodell Platz machen. Tiroler Tageszeitung, 3. Februar 2018, abgerufen am 5. Mai 2018.
cite-note-77. ↑ Albert L. Lloyd, Otto Springer, Rosemarie LĂŒhr, Karen K. Purdy: Etymologisches Wörterbuch des Althochdeutschen. Vandenhoeck & Ruprecht, 1988, ISBN 978-3-525-20768-0 (google.at [abgerufen am 5. Mai 2018]).
cite-note-99. ↑ Bernhard Stecher: wöll töll völl – Mythos Ötztal. 2. Auflage. bp10.at, Oetz 2018, ISBN 978-3-200-05132-4, S. 132–144.
cite-note-1010. ↑ Deutsche Verlags-Anstalt (Hrsg.): Ueber Land und Meer. 1893, S. 29.
cite-note-1111. ↑ Sebastian Hölzl: Die Gemeindearchive des Bezirkes Imst. Hrsg.: Land Tirol. 1995.
cite-note-1212. ↑ Peter Nindler: Schritt zurĂŒck und aus Ötz wird Oetz. Tiroler Tageszeitung, 21. April 2014, abgerufen am 5. Mai 2018.
cite-note-1313. ↑ Bernhard Stecher: völium zweane. 1. Auflage. www.bp10.at, 2023, ISBN 978-3-200-09103-0, S. 47.
cite-note-1414. ↑ Bernhard Stecher: wöll töll völl. Hrsg.: bp10. 2. Auflage. bp10.at, 2018, ISBN 978-3-200-05132-4, S. 40 ff.
cite-note-1515. ↑ Bernhard Stecher: völium zweane. 1. Auflage. www.bp10.at, Oetz 2023, ISBN 978-3-200-09103-0, S. 41.
cite-note-1616. ↑ Bernhard Stecher: wöll töll völl. Hrsg.: bp10.at. 1. Auflage. 2017, ISBN 978-3-200-05132-4, S. 206.
cite-note-1717. ↑ Verkehrslage/-statistik auf tirol.gv.at
cite-note-1818. ↑ Silz/KĂŒhtai – Erschliessung Pirchkogel/Feldringer Böden und Zusammenschluss mit dem Skigebiet „Hochötz-Balbach“ ĂŒber Ochsengarten Alpenverein. In: alpenverein.at. Abgerufen am 2. April 2019.
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